Im Jahre 2008 sind vom Ortskartell Steckenborn rund um Steckenborn Schilder mit den alten Ortsbezeichnungen und Flurnamen aufgestellt worden.

om Bour (33)

Die eigentliche Geburtsstelle von Steckenborn. Urkundlich belegt, dass hier bereits im Jahre 1505 einem "Johann an dem Stickelboirn" seitens der damaligen Monschauer Forstverwaltung das sesshafte Recht zugesprochen wurde, hier seine Ferkel zu hüten.

Die von hier aus weitere Besiedlung von Steckenborn vollzog sich immer auf Wasserstellen bezogen über das damalige "Schiffenborn" (heute Schiefenborn), Richtung Hechelscheid.

er Stroß (34)

Die Bezeichnung "er Stroß" (in der Straße) hat Ihren Ursprung darin, dass dieses Wegestück einmal vom Steckenborner Entstehungspunkt "em Bour" ausgehend als Hauptstrasse bezeichnet wurde.

op er Diejelsheck (28)

Die Namensbezeichnung kommt daher, dass sich in diesem Gebiet früher sehr viele Schieferfelsen, im damaligen Volksmund "Diejele" genannt, befanden.

Söjläjer (11)

Die Bezeichnung hat ihren Ursprung in einer Schweine(Säue)-Sammelstelle. Hier befand sich eine Art größere Erdmulde in deren Bereich sehr viele Eichenbäume und damit auch Eicheln vorkamen.

Ein findiger Bauer (damals u.a. auch Schweinehirt genannt) nutzte das für sich und die umliegenden Bauern als von den Schweinen gerne genommene Schweine-Lager (Saulager), deshalb die damals übliche Plattbezeichnung "Söjlajer".

em wejelde Sief

eine ehemals wilde Eiffellandschaft. Früher auch als Müllkippe genutzt.

op er Höttekuhl (10)

Dieses Gebiet wurde früher immer nur Hött (bestimmte Landschaftsecke) genannt. Die Bewohner dieses Gebiets wurden früher auch als Hötter (aus der Hütte kommend) bezeichnet.

Lieschewäsch (40)

Die Namensbezeichnung (ehemaliger Leichenweg) begründet sich darin, dass hier früher die Verstorbenen in die einzige Kirche im Kreis getragen wurden.

Gleichfalls wurden über diesen Weg zur Zeit der Pest die Leichen zum heute genannten Bilderstöckchen (oberhalb des später angelegten Kalltaltstollens) zum Verbrennen transportiert wurden.

et Jäsje (31)

in früheren Jahren befand sich hier nur eine Zuwegungsgasse (Gässchen) bis zum Hause Nr. 10.

om Hövel (9)

die höchste Erhebung (Hövel) von Hechescheid mit 497 Metern über NN.

em Sief (21)

Diese Namensbezeichnung kommt daher, da dieses Gebiet seit jeher immer sehr "siffig und naß" war.

Salwigde

Früher auch der wild wachsenden Weiden wegen "Feuerbrand" genannt.

om Böschl (7)

Dieser Bereich war zur früheren Zeit mit wildwachsenden Büscheln, Weißdorn, Heckenrosen und Anemonen etc. überwuchert.

ar Dränk (20)

ein seit jeher vorhandene Wasser Entnahmestelle für Mensch und Tier.

Afeild

Dieses Gebiet erhielt seine Namensbezeichnung "Afheild" (ein abseits der Sonne gelegenes Feld) daher, weil hier selten Sonnstrahlung den Weg auf das Feld findet.

op Haischeld (6)

Die Namensbezeichnung ist ein aus der früheren Zeit vereinfachte Verplattung des eigentlichen Namen Hechelscheid.

er Kier (13)

die frühere Bezeichnung "als starke Kurve"

em Hedche (38)

diese ursprüngliche Namensbezeichnung rührt daher, dass hier früher nur Heide (Hed) und Ginster vorkamen.

Kieschroed (1)

In diesem Bereich befand sich zu früherer Zeit ein für die Eifel charakteristischer Wuchs von Wildkirchen.

Russenfriedhof

An dieser Stelle wurden russische, im damaligen nahegelegenen Arbeitsdienstlager umgekommene Gefangene provisorisch beigesetzt. Später folgte dann eine Umlegung auf den Heldenfriedhof nach Kesternich.

op er Jaas (36)

diese heute befestigt ausgebaute Straße wurde früher nur als Wirtschaftsweg (Gasse) genutzt. Deshalb der Name "Jaas" (Gasse)

om Mühlert (24)

Die Namensbezeichnung des Weges rührt daher, dass dieser Weg ursprünglich als Zuwegung zur Weidenbacher Mühle genutzt wurde.

am Stolle

diese ursprünglich als Steinbruch genutzte Stelle wurde zum Beginn des letzten Weltkriegs als vorübergehende Unterkunft (Stollen) hergerichtet. Mehrere Steckenborner Familien fanden hier zunächst einmal provisorischen Schutz vor dem nahenden Krieg.

er Haach (32)

Diese Namensgebung "er Haach" hat Ihren Ursprung in den seit jeher hier wohnenden Bürgern (Haare).